Delegiertenversammlung in Fulda

Klare Perspektiven für die Verbandsarbeit

Der Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz hat seine Delegiertenversammlung am 23. April, im Kongresszentrum Esperanto in Fulda durchgeführt. Die Veranstaltung fand erstmals kompakt an einem Wochentag und eintägig statt. Geprägt war sie von einer positiven und zielorientierten Atmosphäre. Zahlreiche Wortmeldungen und Diskussionen machten deutlich, dass Ehrenamt und Hauptamt im Verband engagiert und konstruktiv zusammenarbeiten.


Präsident Stefan Zock eröffnete die Versammlung und führte durch die Tagesordnung. Im Mittelpunkt stand vor allem der Ausblick auf die künftige Arbeit des Verbandes unter der neuen Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante, für die es die erste Delegiertenversammlung in dieser Funktion war. In ihren Ausführungen skizzierte sie ihre Perspektiven und die Agenda der Hauptgeschäftsführung. Dabei betonte sie den Anspruch, den Verband noch stärker als Dienstleister seiner Mitglieder, als politische Interessenvertretung und als moderne Plattform für Berufsbildung, Kommunikation und Vernetzung weiterzuentwickeln.


Belegante kündigte an, die politische Positionierung des Verbandes gegenüber Landesregierungen, Ministerien und weiteren Entscheidungsträgern zu schärfen. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung und Berufsbildung sollen aus ihrer Sicht noch strukturierter und mit klarem Praxisbezug in politische Prozesse eingebracht werden. Als zentrales Zukunftsprojekt hob sie die digitale Gesellenprüfung im Tischlerhandwerk hervor, bei der der Verband eine Vorreiterrolle einnimmt. Ziel sei es, erste Prüfungen bereits 2027 zu ermöglichen. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Ausführungen bildete die Holzfachschule Bad Wildungen. Belegante unterstrich die Bedeutung der Schule als größte privatwirtschaftliche Bildungsinstitution der Holzwirtschaft im deutschsprachigen Raum. 

Im anschließenden Geschäftsbericht sowie in den Berichten über die Jahresschlussrechnungen und Bilanzen der verschiedenen Gesellschaften des Verbandes zeigte sich die Delegiertenversammlung zufrieden mit der sachlichen, transparenten und nachvollziehbaren Darstellung. Auch der Bericht der Kassenprüfer sowie die Beratungen zu Haushalts- und Beitragsfragen verliefen in konstruktiver Atmosphäre. Zudem gab Präsidiumsmitglied Frank Baum ein Sachstandsbericht aus dem Bundesverband Holz und Kunststoff und informierte in diesem Zusammenhang auch über die neue Kollektion der Arbeitskleidung des Bundesverbandes.


Die Delegiertenversammlung in Fulda machte deutlich, dass der Fachverband auf eine breite, engagierte Beteiligung seiner Ehrenamtsträger bauen kann. Zugleich wurde sichtbar, dass die neue Hauptgeschäftsführerin mit ihrem Ansatz eines offenen, direkten und lösungsorientierten Austauschs auf positive Resonanz stößt. Die Tagung setzte damit ein klares Signal für Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und eine gemeinsame Weiterentwicklung des Verbandes.

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