Tischlerausbildung in Hessen

Qualifikationsniveau so hoch wie nie

Quelle_ amh-online/Sascha Schneider
Quelle_ amh-online/Sascha Schneider

Die Ausbildung im hessischen Tischlerhandwerk gewinnt laut den Lehrlingsstatistiken der hessischen Handwerkskammern weiter an schulischer Qualität: 34,8 Prozent der jungen Menschen, die 2025 einen Ausbildungsvertrag im Tischlerhandwerk unterschrieben haben, verfügen über die Fachhochschul- oder Hochschulreife – vor zehn Jahren waren es erst 18,5 Prozent. Weitere 41,4 Prozent bringen einen Realschulabschluss mit. Mehr als drei Viertel der angehenden Tischlerinnen und Tischler starten damit mit einem mittleren oder höheren Bildungsabschluss in den Beruf.


Auch der Frauenanteil in der Handwerksgruppe Holz, die maßgeblich vom Tischlerhandwerk geprägt ist, hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt – von 10,0 auf 18,2 Prozent. Mit 1.182 Auszubildenden zum 31. Dezember 2025 gehört das Tischlerhandwerk weiterhin zu den zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufen im hessischen Handwerk. Bei den Vertragszahlen bleibt die Lage angespannt: 485 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge bedeuten ein Minus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Für Andrea Belegante, Hauptgeschäftsführerin des Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz, eröffnet die digitale Gesellenprüfung Chancen für das Gewerk und den Berufsnachwuchs: „Die Zahlen zeigen, dass die Ausbildungssituation im Tischlerhandwerk anspruchsvoller und vielfältiger wird. Mit der digitalen Gesellenprüfung für den Tischlernachwuchs in Hessen greifen wir diese Entwicklung auf und gestalten Prüfungsformate moderner, strukturierter und praxisnäher.“