4.221 Betriebe im Tischlerhandwerk

Ende 2025 war das Tischlerhandwerk in Hessen und Rheinland-Pfalz mit insgesamt 4.221 Betrieben am Markt vertreten. Davon entfielen nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks 1.835
Betriebe auf Rheinland-Pfalz und 2.386 Betriebe auf Hessen. Insgesamt waren dies 95 Betriebe weniger als im Vorjahreszeitraum. Während in Rheinland-Pfalz 35 Betriebe weniger gezählt wurden, ging
der Bestand in Hessen um 60 Betriebe zurück. Insgesamt entspricht dieser Rückgang bei den Tischlereien dem langfristigen Trend zu weniger, aber größeren und leistungsfähigeren Betrieben.
Deutschlandweit ist die Zahl der Betriebe im Tischler- und Schreinerhandwerk im gleichen Zeitraum um 795 Betriebe zurückgegangen, was einem Minus von 2,25 Prozent entspricht. Hauptursache für
diese Entwicklung ist der anhaltende Mangel an Fachkräften und damit an potenziellen Nachfolgern. Häufig werden Betriebe, die keinen Nachfolger finden, samt Belegschaft von ehemaligen
Konkurrenten übernommen und gehen so im neuen Unternehmen auf.
Zum Stichtag befanden sich in den hessischen Tischlereien 1.182 und in den rheinland-pfälzischen Betrieben 859 Jugendliche in der Ausbildung zum Tischler bzw. zur Tischlerin. Gegenüber dem
Vorjahr ist die Zahl der Auszubildenden damit in Hessen um 66 (minus 5,3 Prozent) und in Rheinland-Pfalz um 28 (minus 3,2 Prozent) gesunken. Nach wie vor wird der Beruf überwiegend von jungen
Männern ergriffen: In Hessen waren 225 der 1.182 Lehrlinge weiblich, in Rheinland-Pfalz 141 von 859. Das entspricht einem Frauenanteil von 19 Prozent in Hessen und 16 Prozent in
Rheinland-Pfalz.
In den Tischlereien beider Länder waren 2024 laut der Handwerkszählung des Statistischen Bundesamtes 14.615 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, davon 7.268 in Hessen und 7.347 in
Rheinland-Pfalz. Gemessen an dieser Belegschaft erreicht das Tischlerhandwerk eine Ausbildungsquote von 14,0 Prozent. Die Zahlen der Handwerkszählung des Statistischen Bundesamts erscheinen
verfahrensbedingt mit Zeitverzug.
